Als Segler haben wir uns an Kombinationsprodukte gewöhnt, bei denen ein einziges Gerät mehrere Funktionen bietet; das Multifunktionsdisplay (MFD) hat sich zu einem Gerät entwickelt, das verschiedene Funktionen auf einem einzigen Bildschirm vereinen kann, wie beispielsweise GPS, Kartenplotter, Echolot und Radar.
Dies kann sinnvoll sein, wenn der Platz im Cockpit begrenzt ist und wenn dieses wasserfeste, hochauflösende Display mit erheblichen Kosten verbunden ist.

Manchmal sind jedoch spezielle Produkte für bestimmte Funktionen an Bord des Schiffes die beste Wahl, wie es beispielsweise bei Audiosystemen der Fall ist, bei denen die beste Leistung stets durch separate Komponenten erzielt wird.
Die Herausforderung der Ausfallsicherheit bei „All-in-One“ Systemen

Der große Nachteil von Kombiprodukten ist die ausfallsichere Zuverlässigkeit: Wenn Ihr MFD ausfällt, verlieren Sie möglicherweise alle Ihre Navigationshilfen und können nicht einmal mehr die grundlegende GPS-Position oder die Wassertiefe ablesen.
Die Integration von zwei Funktionen in einem einzigen Gerät erschwert zudem die Bedienung, da Sie mehr Tasten drücken müssen, um die gewünschte Funktion oder die benötigten Daten zu finden. Beispielsweise eignet sich ein 3,5- bis 5-Zoll-Display an einem UKW-Funkgerät gut zur Anzeige digitaler Kanalinformationen, ist jedoch auf einem Kartenplotter oder zur Darstellung von AIS-Zielen kaum von Nutzen.
Wenn man dazu noch die Sichtverhältnisse bei widrigen Wetterbedingungen hinzunimmt, verliert das, was zunächst wie ein 2-in-1-Schnäppchen aussah, plötzlich an Attraktivität.
Warum Tablets zu einer beliebten Alternative zum Kartenplotter geworden sind?

Digital Yacht hilft dabei, dieses Problem mit einfachen NMEA WLAN-Konvertern zu lösen, die Navigationsdaten aus NMEA-Netzwerken erfassen und es einem iPad oder Tablet ermöglichen, diese Daten in Navigations-Apps anzuzeigen.
NavLINK2 wird an das NMEA-2000-Netzwerk Ihres Bootes angeschlossen und empfängt die Daten der Sensoren.
Eine NMEA-WLAN-Schnittstelle ist nicht nur aus Gründen der Zuverlässigkeit oder als Ersatzoption interessant: Für viele Segler ist die Nutzung eines iPads oder Tablets mit den neuesten Kartografie-Apps einem MFD vorzuziehen. Ein modernes iPad verfügt über einen wesentlich schnelleren Prozessor und einen Touchscreen mit höherer Auflösung als jeder nautische Kartenplotter.
Sind UKW-Funkgeräte mit integriertem AIS wirklich günstiger?
Auch die Kostenersparnis ist nicht immer garantiert: Nehmen wir als Beispiel ein UKW-Funkgerät mit integriertem AIS-Transponder. Die ersten Versionen dieser Geräte verfügten nicht einmal über einen Splitter zur gemeinsamen Nutzung der Antenne, sodass für den Betrieb von AIS und UKW zwei UKW-Antennen installiert werden mussten.
Außerdem war es wahrscheinlich günstiger, ein Funkgerät und einen hochwertigen AIS-Transponder separat zu kaufen.
Warum Digital Yacht kein kombiniertes AIS-UKW-Produkt herstellt

Bei Digital Yacht werden wir oft gefragt, warum wir kein Produkt herstellen, das AIS und UKW kombiniert, und unsere Meinung dazu lautet wie folgt: Die Anforderungen an die Sprachkommunikation über UKW unterscheiden sich hinsichtlich Technologie und Benutzererfahrung erheblich von denen des AIS. Außerdem könnte man sagen, dass es sich um die beiden wichtigsten elektronischen Sicherheitssysteme an Bord handelt, weshalb es, wie das Sprichwort sagt, nicht die vernünftigste Entscheidung ist, „alles auf eine Karte zu setzen“.
Interessanterweise stellt ICOM hervorragende UKW-Kommunikationsprodukte her, aber nicht alle AIS-Transponder sind gleich. Einige Produkte basieren nach wie vor auf der älteren CSTDMA-Technologie der Klasse B, während die neueren SOTDMA-Transponder der Klasse B eine höhere Übertragungspriorität und verbesserte Sichtbarkeit bieten, insbesondere in stark befahrenen Gewässern, sowie eine höhere Ausgangsleistung von 5 W. Alle Transponder von Digital Yacht nutzen die SOTDMA-Technologie.
Aus diesen Gründen hat sich Digital Yacht dafür entschieden, den Fokus auf spezifische AIS-Transponder und eigenständige UKW-Systeme zu legen. Dies ermöglicht es Bootsbesitzern, in jeder Kategorie die beste Technologie auszuwählen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Redundanz und Flexibilität zu gewährleisten.
Wir haben außerdem intensiv daran gearbeitet, sicherzustellen, dass unsere AIS-Transponder über zusätzliche Funktionen verfügen, wie beispielsweise die Übertragung von GPS-Daten über die NMEA-2000-Schnittstelle und die neueste SPAIS-Funktion zur AIS-Satellitenortung.
Die Wahl der richtigen Schiffselektronik

Letztendlich ist das beste Schiffselektroniksystem dasjenige, das Zuverlässigkeit, Einfachheit und Redundanz bietet, wenn es darauf ankommt. Bei sicherheitskritischen Systemen wie AIS und UKW bieten spezielle Geräte in der Regel das beste Verhältnis zwischen Leistung und Zuverlässigkeit.
Deshalb konzentriert sich Digital Yacht weiterhin auf spezialisierte Produkte, die sich nahtlos über NMEA 2000 integrieren lassen und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit bewahren, wenn es darauf ankommt.